Kurz beantwortet
Private Abwasserleitungen müssen dicht sein, damit kein Abwasser ins Grundwasser gelangt. Wann eine Dichtheitsprüfung Pflicht ist, regeln Bundesländer und Gemeinden unterschiedlich – typische Anlässe sind Neubau, wesentliche Änderungen an der Leitung, Grundstücke in Wasserschutzgebieten und Vorgaben der kommunalen Abwassersatzung. Geprüft wird mit Luft oder Wasser nach DIN EN 1610 bzw. DIN 1986-30.
Abwasserleitungen auf privaten Grundstücken sind oft Jahrzehnte alt. Undichte Rohre lassen Abwasser ins Erdreich und Grundwasser sickern – und Grundwasser oder Wurzeln ins Rohr. Die Dichtheitsprüfung zeigt, ob Ihre Leitungen in Ordnung sind.
Die Regeln zur Dichtheitsprüfung unterscheiden sich je nach Bundesland und Gemeinde. Dieser Ratgeber gibt einen Überblick. Was für Ihr Grundstück gilt, erfahren Sie bei Ihrer Gemeinde oder dem örtlichen Abwasserbetrieb – oder Sie fragen uns.
Die rechtliche Grundlage
Nach dem Wasserhaushaltsgesetz (§ 60, § 61 WHG) müssen Abwasseranlagen so betrieben werden, dass keine schädlichen Veränderungen des Grundwassers entstehen. Die konkreten Pflichten – wann, wie oft und von wem geprüft wird – regeln die Bundesländer und die kommunalen Abwassersatzungen.
Typische Anlässe für eine Pflichtprüfung
- Neubau: Neu verlegte Leitungen werden vor der Inbetriebnahme geprüft (DIN EN 1610).
- Wesentliche Änderungen: etwa ein Umbau oder eine Erweiterung der Grundleitung.
- Wasserschutzgebiete: Hier gelten oft strengere Vorgaben und feste Prüfintervalle.
- Vorgaben der Gemeinde: Manche Satzungen verlangen Prüfungen bei Bestandsgebäuden oder bei einem Verkauf.
- Verdacht auf Schäden: etwa nach wiederkehrenden Verstopfungen oder Absackungen.
Wie läuft die Prüfung ab?
- Reinigung und Kamera-Untersuchung: Die Leitung wird gereinigt und mit der Kamera befahren, um offensichtliche Schäden vorab zu erkennen.
- Absperren: Die Leitungsabschnitte werden mit Absperrblasen verschlossen.
- Prüfung mit Luft oder Wasser: Die Leitung wird mit einem festgelegten Druck beaufschlagt. Über eine bestimmte Zeit wird gemessen, ob der Druck bzw. der Wasserstand gehalten wird.
- Protokoll: Sie erhalten ein Prüfprotokoll, das Sie bei der Gemeinde einreichen können.
| Verfahren | Norm | Einsatz |
|---|---|---|
| Prüfung mit Luft | DIN EN 1610 / DIN 1986-30 | schnell, ohne Wasserverbrauch |
| Prüfung mit Wasser | DIN EN 1610 / DIN 1986-30 | bei großen Leitungen und Schächten |
Was, wenn die Leitung undicht ist?
Dann muss sie saniert werden. Das bedeutet nicht zwingend Bagger im Garten: Viele Schäden lassen sich grabenlos von innen mit einem Inliner oder Kurzliner beheben. Mehr dazu bei Kanalsanierung.
Wir führen die Dichtheitsprüfung durch, erstellen das Protokoll und sagen Ihnen vorab, welche Vorgaben für Ihr Grundstück gelten.
Häufige Fragen
Wer darf eine Dichtheitsprüfung durchführen?
Wie lange ist eine Dichtheitsprüfung gültig?
Was passiert, wenn die Leitung undicht ist?
Gut zu wissen – für Sie und Ihre Angehörigen
- Preis vor Arbeitsbeginn: Sie erfahren den Festpreis, bevor wir anfangen. Ohne Ihre Zustimmung wird nichts gemacht.
- Zahlung erst nach der Arbeit: Keine Vorkasse. Sie zahlen, wenn alles wieder läuft – per EC-Karte, bar oder auf Rechnung.
- Wir erklären alles in Ruhe: Der Monteur zeigt Ihnen, was er macht, und beantwortet Ihre Fragen – ohne Fachchinesisch.
- Angehörige können anrufen: Kinder, Enkel oder Nachbarn können den Termin für Sie vereinbaren und bei Bedarf dabei sein.
Rufen Sie uns einfach an: 01520 6132122





